Rep: A-Cup Salzstiegl, Stmk.,1.-2.7.2017

Moasterhaus am Trialpark Salzstiegl, Image: trials.at
Moasterhaus am Trialpark Salzstiegl, Image: trials.at

Rückschau:

Es war wohl ein sechster Sinn, dass Friedl Kaltenegger sofort das Potential für das Moasterhaus erkannte, das in jener Sportart lag, die ihm von "Webermichl" Joe Wagner demonstriert bekam. Sehr schnell nahm das Projekt "Trialpark" für Friedl Kaltenegger konkrete Konturen an. 

Video aus 2007: Archiv Alfred

1. internationals Classic-Trial Euro-Cup Salzstiegl 2008: George Greenland, Joe Howells (GB)
1. internationals Classic-Trial Euro-Cup Salzstiegl 2008: George Greenland, Joe Howells (GB)

Während Kaltenegger noch mit großem (finanziellem) Aufwand an der behördlichen Genehmigung des Trialparks arbeitete, mußte im Jahr 2008 der geplante Klassik-Trial Euro-Cup-Bewerb von Ebenau (Sbg) kurzfristig wegen behördlicher Genehmigungsprobleme abgesagt werden. Ohne jede Erfahrung, ohne jede Infrastruktur und mit großem Vertrauen in seine Berater wagte sich Kaltenegger mit einer Vorbereitungszeit von nur drei Monaten an die Organisation eines international ausgetragenen Klassik-Trials. Das Gesamtpaket von grandiosen Trialmöglichkeiten im Trialpark, perfekter kulinarischer Versorgung  im Moasterhaus sowie der äußerst sympatischen Crew rund um die Familie Regina und Friedl Kaltenegger trugen bereits bei dieser Auftaktsveranstaltung den Ruf von Salzstiegl als Trial-Hotspot weit über die Grenzen hinaus.

Bericht Euro-Cup Salzstiegl 2008 >

 

Nach zwei Euro-Cup-Bewerben wurde Im Jahr 2010 ein Klassik-Trial organisiert, das durchaus aus Probegalopp für den A-Cup gewertet werden kann. Als einer von vier Gründungsveranstalter des A-Cups wurde die Tradition von Klassik-Trials am Salzstiegl ohne Unterbrechung fortgesetzt und jährte sich somit in diesem Jahr das zehnte Mal!

dekorative Trophäen für die Sieger eines Klassik-Trials!
dekorative Trophäen für die Sieger eines Klassik-Trials!

10. Auflage des Klassik-Trials am Salzstiegl

92 TeilnehmerInnen am Samstag, sowie 85 TeilnehmerInnen am Sonntag nahmen an dieser Jubiläumsveranstaltung teil. Aus Sicherheitsgründen musste die Sektionsbaumannschaft bestehend aus Friedl Drühe, Joe Wallmann und Geländeflüsterer Hans Haigermoser ausschließlich im "alten Trialpark" ihre Sektionsplätze finden. Aber bei einer Fläche von 16,5 ha Naturgelände, war diese vermeintliche Einschränkung für die Teilnehmer überhaupt nicht spürbar. 

Ladies Trophy

Die Ladies Trophy war wieder hervorragend besetzt. Es war wenig überraschend, dass sich Petra Ragowskj (TT Berndorf) und Renate Gutleb (TT Stockerau), die in der Jahreswertung punktegleich nach Salzstiegl gereist sind, die zwei obersten Plätze am Podest untereinander ausmachen würden, zumal Birgit Allmeier (MSC Pfatter) mit technischen Problemen an ihrer Yamaha TY zu kämpfen hatte und nicht an der in Ramsau gezeigten Leistung anschließen konnte. Andererseits sorgte Carola Kager (SV Schauerberg) am Samstag auf, dass sie durchaus in der Lage ist, die Dominanz des Spitzenduos Ragowskj/Gutleb zu stören. Am Sonntag rüttelte Denise Bezucha (TT Traisental) ganz gewaltig am Baum der gewohnten Ordnung. Punktegleich und mit nur einer Null weniger, reihte sich Bezucha in der Sonntagswertung auf Platz drei hinter Gutleb ein. Mit zwei Tagessiegen übernahm Petra Ragowskj nun die alleinige Führung in der Jahreswertung vor Renate Gutleb, die zweimal Platz zwei einnahm.

Detailergebnisse: A-Cup Ladies Trophy Salztiegl 2017
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PRE65 Clubman

Nach Führung am Samstag hatte Keith Wells (GB) am Sonntag mit der Höhenlage und Hitze zu kämpfen. Das wusste der Gesamtführende in der Jahreswertung, Josef Fischer (Trialgarten Ohlsdorf) für sich zu nutzen und konnte mit einem Vorsprung von nur 3 Punken die Zweitageswertung für sich entscheiden. Für Sepp Lippacher (MSC Engelsberg, GER) reichte auch die zweitbeste Tagesleistung am Sonntag nicht mehr um sich im Klassement zu verbessern. Der gebürtige Grazer Martin Ehrenreich (Team A-Cup) zeigte am Sonntag überlegene Tagesbestleistung.

PRE65 Gentleman

Es war ein schwarzer Sonntag für Bernhard Buss (GER), dem bisherigen Gesamtführenden der Kathegorie PRE65 Gentleman. Lediglich der klare Vorsprung vom Samstag rettete Buss noch den dritten Platz in der Zweitageswertung. Am Samstag noch knapp auf Platz zwei gelegen holte sich Jens Lichy (GER) mit einem (von insgesamt zwei Cleans) am Sonntag den Gesamtsieg in der Zweitageswertung. Dieses deutsche Double konnte lediglich Günter Fluch (Jagawiesen) mit Platz zwei trennen.

Detail-Ergebnisse: A-Cup PRE65 Salzstiegl 2017
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Twinshock Expert

Florian Krankl scheint in diesem Jahr einen großen Schluck aus dem Topf des berühmten Zaubertranks des Truiden Miraculix aus der Komikreihe Asterix genommen zu haben. Als Führender der Jahreswertung ließ er bereits am Samstag keinen Zweifel an seiner Unbesiegbarkeit aufkommen und setzte sich mit fünf Punkten vor Markus Adamec auf Platz eins. Aufgrund der Punktegleichheit der beiden, holte sich Krankl auch am Salzstiegl die Zweitageswertung. Adamec bleibt der Trost, das er sich in der Jahreswertung für den Sonntag das Punktemaximum sichern konnte, da er bei Punktegleichheit mehr Nullen auf seiner Karte eingelocht hatte. Mit Bernhard Hengl (Trialgarten Ohlsdorf) bewies  er als Vertreter aus der modernen Trialfraktion, dass er durchaus erfolgreich in der Lage ist, eine Bultaco klassisch bewegen zu können. Was mit Platz drei in der Veranstaltungswertung dokumentiert werden konnte.

Twinshock Clubman

Trotz bester Leistung am Sonntag musste sich Willi Klaudus, der Gesamtführende der Kategorie Twinshock Clubman, erstmals in der Zweitageswertung geschlagen geben. Mit einer Nullerrunde am Sonntag holte sich Robert Emmerich (MSIG Gressenich) die Zweitageswertung am Salzstiegl! Trotz fast einjähriger Trialpause zeigte der Grazer Joe Hirschmann, dass er mit Platz zwei am Sonntag und dem dritten Gesamtrang in der Zweitageswertung nichts verlernt hat. 

Twinshock Gentleman

Richtig spannend blieb es in der Kategorie Twinshock Gentleman bis zum Schluß. Am Samstag lag der Kärntner Helmut Lassnig mit sechs Punkten Vorsprung vor Hans Müller (TC Schwarzatal)  und Adolf Adamec. Lassnig (TC SChwarzatal) erwischte am Sonntag eine vergleichsweise schlechten Start, der seinen Vorsprung gegenüber Adamec gleich halbierte, während Müller mit zwei Fünfen in Runde eins alle Siegeschancen jäh begraben mußte. In der zweiten Runde konnte Lassnig seinen Vorsprung vor Adamec mit gleicher Rundenleistung halten und sicherte sich damit den Sieg der Zweitageswertung. Friedrich Gosch (TT Traisental) rollte mit einem Clean am Sonntag das Feld von hinten auf, was ihm mit nur einem Punkt Rückstand noch Platz drei einbrachte. 

Detailergebnisse: A-Cup Twinshock Salzstiegl 2017
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Modern Expert

Die Oldboys schenken sich nichts! Am Samstag sicherte sich  Ludwig Brei (MSC Pfatter, Ger) als aktuell Zweitplatzierter in der Jahreswertung die maximale Punkteanzahl für die Gesamtwertung. Auch am Sonntag schien alles für Brei zu laufen, da er nach Abschluß der ersten Runde seinen Vorsprung ausbauen konnte. Aber in der zweiten Runde zeigte Fritz Krankl (MTC Neunkirchen) auf, dass er bis zur letzten Sektion kämpfen kann. Bei 98 Punkten in zwei Tagen holte er sich die Zweitageswertung mit einem Vorsprung von nur zwei Punkten. Mit Thomas Kloffer (BTTA) zeigte ein Nachwuchsfahrer auf, dass der A-Cup auch den Jungen gute Unterhaltung bietet, aber auch einiges abfordert. Trotz deutlichem Abstand zu den arrivierten Oldboys sicherte sich Kloffer Platz drei. Der erfolgreichste Teilnehmer in der blauen Spur war am Sonntag Andreas Leitner (T.on.T. Racing), der aktuell Drittplatzierte in der höchsten Klasse (Open) der österr. Staatsmeisterschaft. Seine zwölf Fehlerpunkte in den Sektionen kommentierte er: "Für mich war es ziemlich anspruchsvoll, weil ich es gewohnt bin, die Spur durch Versetzen korrigieren zu können. Das funktioniert im A-Cup aufgrund des Reglements nicht. An diese Fahrweise mußte ich mich erst gewöhnen." 

Modern Clubman

Norbert Harrer (Jagawiesen) zeigte von der ersten Runde weg, dass für ihn nur die oberste Treppe am Podest in Frage kommen würde. Helmut Ornetzeder (Trialgarten Ohlsdorf) zeigte sich als hartnäckigster Verfolger. Ornetzeder war auch der einzige Teilnehmer, der zumindest in einer Runde weniger Fehlerpunkte vorwies, als Harrer. Für Ornetzeder brachte diese Leistung einen sicheren Platz zwei vor Michael Ruschnak, seinem Clubkollegen aus dem Hause Trialgarten Ohlsdorf. Für den Gesamtführenden der Jahreswertung, Romeo Salvatore (MSC Kufstein) lief es nicht ganz wunschgemäß. Mit Platz vier in der Zweitageswertung musste er die Krone des Gesamtführenden an Ornetzeder bereits am Samstag überreichen. 

Modern Gentleman

Anthony Sandy Triebernig machte alles richtig! Nach einer Top-Leistung in den Sektionen sicherte er taktisch durch die Verwendung einer Gas Gas, BJ. 1999 aufgrund der A-Cup Youngtimerwertung seinen Gesamtsieg perfekt ab. Da musste Fritz Fröhlich (TTS) auf einer nagelneuen Montesa 300RR am Samstag schon eine Nullerrunde hinlegen, um seinen zweiten Platz gegen den am Sonntag wild angreifenden Bernhard Gosch (Trial Team Traisental) mit nur einem Punkt Unterschied verteidigen zu können. Gosch wird diesem Punkt nicht lange nachtrauern, holte er sich doch mit dieser Leistung die zwischen zeitige Gesamtführung in der Jahreswertung!

Detailergebnisse: A-Cup Modern Salzstiegl 2017
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Mediazone:

Er fährt. Er fotografiert. Er filmt. Er macht Berichte. Er macht gute Laune!

All das gibt es wie gewohnt auf der Seite von Alf Koch:

www.trials.at >>

Das Video von Alf Koch muss ich aber an dieser Stelle unbedingt gesondert verlinken. Danke!